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Chronik

 

Die Geschichte berichtet, dass bereits im Jahre 1175 der Name "Oberhaag" das erste Mal in den Schriften aufscheint. Diese alte Siedlung, einst von den Kelten und Römern bewohnt, trägt nun schon 800 Jahre ihren jetzigen Namen. Am 15. Oktober 1878 wurde Oberhaag von Arnfels gelöst, zu einer selbständigen Gemeinde erhoben und ist heute eine der größten Gemeinden im Bezirk Leibnitz. Oberhaag ist als eine echte Grenzlandgemeinde zu bezeichnen, 5 km Gemeindegrenze sind gleichzeitig Staatsgrenze zu Slowenien. Die wirtschaftliche Basis der Gemeinde Oberhaag ist, der heutigen Zeit entsprechend, nicht besonders tragfähig. In der Struktur ist sie kleinbäuerlich ausgerichtet. 4,5 ha beträgt die durchschnittliche Nutzfläche der einzelnen Bauern. Das Gemeindegebiet besteht größtenteils aus schwer zu bewirtschaftenden Steillagen. In Oberhaag sind nur wenige Gewerbetreibende ansässig, Industrie gibt es überhaupt keine. Der einzig große Betrieb ist ein Steinbruch. Durch die Grenzziehung nach dem ersten Weltkrieg im Jahre 1918, haben sich die wirtschaftlichen Beziehungen nach dem Süden, die früher bis zum Poßruck sehr rege waren, vollkommen aufgehört. Der Weg durch den Drauwald entlang der Drau war in den alten Zeiten nicht nur unwegsam, sondern auch unsicher. Viel landflüchtiges Volk hielt sich in den großen Wäldern auf. Der Drautalverkehr mied den unsicheren Drauwald. Er kam über den Radlpass ins Land, zog im Saggautal am Nordfuß des Drauwaldes entlang und kehrte durch das Pößnitztal wieder zur Drau zurück. Über Remschnigg und Radlpass verläuft die südslawische Grenze. Der uralte Übergang ins Drautal verödete. Heute zieht die Grenzlandbundesstraße B 69 über die Soboth nach Kärnten. Sie übernahm die Tradition der alten Drautalstraße und zieht auch durch Oberhaag

Das Gebiet von Oberhaag wird in einer Urkunde fassbar, wo der Hochfreie Reinbertus de Muorekke (Mureck) Güter "In superiori Hage" (Oberhaag) dem Stift St. Paul in Kärnten widmet. Die zahlreichen Burgställe "Im Haag" waren zu Freihöfen und Ansitzen von Einschildrittern geworden, die damals die politische Vertretung des Landes darstellten. Dass die Brüder von Kohlberg in einer Leibnitzer Urkunde auftauchen, kommt auch nicht von ungefähr. In einer Urkunde vom 11. September 1170 gehören St. Johann im Saggautal und Eibiswald zur Pfarre Leibnitz. Diese Urpfarre erstreckte sich anfänglich entlang der alten Hauptstraße bis zum Radlpass hinauf. Die Pfarre Arnfels wurde in der Zeit 1788 errichtet und in Oberhaag selbst die Dorfkapelle erbaut (1795). Seit 1807 ist in Oberhaag der erste Lehrer nachzuweisen. Er unterrichtete in Bauernhäusern. Vorher gingen die Oberhaager Kinder nach St. Johann und Eibiswald in die Schule. Das erste Schulhaus wurde 1852 gebaut. Es war zunächst eine einklassige Schule. Im Jahre 1908 errichtete man in der Nähe der Kirche ein neues, vierklassiges Schulhaus. Der Orstkern eines neues selbständigen Gemeinwesens begann sich auszubilden. Im Jahre 1969 wurde ein Zubau zur Volksschule errichtet, damit auch alle Oberstufenklassen untergebracht werden konnten. Im Jahre 1998 wurde dieser Zubau eine Generalsanierung unterzogen und am 11. Oktober 1998 feierlich eingeweiht.

Gemeindewappen

Gemeindewappen

Beschreibung:

Im blauen Schild mit silbernem Rand ein rechtsaufgerichtetes silbernes Pferd, links oben und rechts unten von einem silbernen sechsstrahligen Stern begleitet.

Verleihung:

Die Stmk. Landesregierung hat der Gemeinde Oberhaag mit Beschluss vom 13. Oktober 1958 (Wirkung vom 1.1.1959), das Recht zur Führung des Gemeindewappens verliehen.